EINFÜHRUNG IN DIE SCHEMATHERAPIE
Kurzüberblick
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Schemata: Tief verwurzelte Glaubensmuster über sich/andere (z. B. „Ich bin wertlos“, „Andere enttäuschen mich“), entstanden meist durch wiederholte frühe Erfahrungen.
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Modi: Momentane „Zustände“, in denen Schemata aktiv werden (z. B. verletztes Kind, wütendes Kind, strafender/fordernder Anteil, gesunder Erwachsener).
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Ziele: Bedürfnisse erkennen (Sicherheit, Verbundenheit, Autonomie etc.), dysfunktionale Muster abschwächen und den gesunden Erwachsenen-Modus stärken.
Typische Methoden
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Imagery Rescripting (Vorstellungstechniken, um belastende Erinnerungen “neu zu schreiben”)
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Stühlearbeit/Rollenspiel (Dialog zwischen inneren Anteilen)
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Begrenzte Nachbeelterung („limited reparenting“: therapeutische Beziehung bietet korrigierende, klare und warme Haltung)
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Kognitive Arbeit (Glaubenssätze prüfen/verändern),
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Verhaltensübungen (neue, schema-inkompatible Handlungen einüben).
Ablauf grob
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Diagnostik (Schema-/Modi-Analyse, Fragebögen)
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Fallkonzept & Beziehungsaufbau
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Emotions- und Beziehungstechniken + kognitive/behaviorale Veränderung
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Übertragung in den Alltag (Hausaufgaben, Skills)
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Rückfallprophylaxe

„Vielleicht brauchen wir manchmal eine zweite Chance, weil die erste zu früh kam.“
PAARBERATUNG MIT SCHEMATHERAPIE
Raus aus festgefahrenen Mustern – hin zu Verbundenheit, Klarheit und Respekt.
Viele Paare streiten „immer über dasselbe“ – oder ziehen sich zurück. Die Schematherapie hilft, unsichtbare Muster zu erkennen, die hinter diesen Kreisläufen stecken, und neue Wege miteinander zu gehen. Statt Schuldzuweisungen stehen Bedürfnisse, Gefühle und sichere Verbindung im Mittelpunkt.
Was ist Schematherapie – in Paaren?
Schematherapie geht davon aus, dass wir frühe Erfahrungen als „Schemata“ speichern (z. B. „Ich werde nicht gesehen“). In Stressmomenten springen „Modi“ an (verletztes Kind, wütendes Kind, innerer Kritiker, Rückzug …). In Beziehungen prallen diese Anteile aufeinander – es entstehen typische Dynamiken (z. B. „Angreifen & Rückzug“).
In der Paarberatung lernen Sie, diese Muster zu erkennen, zu stoppen und zu verändern.
Wobei wir helfen
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wiederkehrende Konflikte, Eifersucht, Rückzug/Schweigen
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Kommunikationsprobleme, Missverständnisse
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Verletzungen / Verlust von Nähe und Vertrauen
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unterschiedliche Bedürfnisse (Nähe/Distanz, Autonomie/Sicherheit)
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Entscheidungen & Übergänge (Eltern werden, Patchwork, Care-Belastung)
So arbeiten wir – Schritt für Schritt
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Verstehen statt bewerten
Wir machen Ihre Muster sichtbar: Was löst was aus? Welche Bedürfnisse stecken dahinter? -
Neue Erfahrungen ermöglichen
Mit erprobten Methoden (z. B. Stühledialog, Imagery-Übung, klare Kommunikations-Leitfäden) schaffen Sie sichere Gespräche. -
Alltag verändern
Kleine, konkrete Verabredungen („Mikroschritte“) sorgen dafür, dass es zu Hause anders läuft.
Was passiert in einer Sitzung?
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Kurzer Check-in: Was war seit dem letzten Termin?
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Musterarbeit: Wir stoppen Eskalationen, übersetzen Vorwürfe in Bedürfnisse.
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Üben: Neue Gesprächsformen, Ich-Botschaften, Reparatur-Sätze, Grenzen.
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Mitnehmen: Einfache Übungen für zu Hause (max. 10–15 Minuten).
Ziel: Der „gesunde Erwachsenen-Modus“ beider Partner wird stärker – Sie sprechen ruhiger, hören besser zu, treffen faire Absprachen.
Warum dieser Ansatz wirkt
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Ursachen statt Symptome: Wir gehen unter den Konflikt.
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Emotional & praktisch: Gefühl verstehen und Verhalten ändern.
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Beziehungs-Sicherheit: Nähe wächst, ohne Autonomie zu verlieren.
Organisatorisches
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Gesprächsdauer: 50 Minuten
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vor Ort
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Geeignet, wenn beide Veränderung wünschen – nicht geeignet bei akuter Gewalt: Dann stehen Schutz & spezialisierte Hilfe an erster Stelle.
Mini-Werkzeuge (Beispiele)
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Stopp-Signal für Eskalationen (kurz pausieren, neu beginnen)
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Bedürfnis-Check: „Was brauche ich gerade? Was brauchst du?“
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Reparatur-Sätze: „Stopp – ich merke, ich werde hart. Eigentlich bin ich verletzt, weil …“
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10-Minuten-Ritual täglich: zuhören ohne Lösungen, nur verstehen
